Gründungsideen finden
September 2017 · Guido Boyke
Die richtige Idee finden – Wie kommt man auf eine gute Idee für ein Start-up? Wie fange ich an? Was könnte man machen?
Wer so auf die Jagd nach einer guten Idee geht, dem wird selten was Brauchbares vor die Flinte laufen. Gute Ideen entspringen aus echten Bedürfnissen. Es muss etwas geben; vielleicht ein Problem, das, falls es gelöst ist, das Leben etwas einfacher macht. Am besten ein Problem, welches Du selbst für Dich gelöst haben möchtest.
Warum ist das ein guter Ansatz? Weil Du Dir zumindest sicher sein kannst, dass es wirklich ein Problem ist, welches es wert ist, gelöst zu werden. Viele Gründer wollen ein Problem anderer Leute lösen, da sie glauben, damit viel Geld verdienen zu können.
Die Welt ist schon voll genug von Problemlösungen, die nach Ihren Problemen suchen.
Verifizierung – Wenn man eine Idee angehen möchte, die nicht im eigenen Problemhorizont liegt, so sollte man so früh wie möglich verifizieren, wie dringend das zu lösende Problem für die jeweilige Zielgruppe wirklich ist.
Verifizieren tut man nicht durch das Fragen von Freunden und Bekannten, sondern durch die Erstellung eines Prototyps, den man Usern an die Hand gibt. Das Feedback, welches hierdurch gewonnen werden kann ist durch nichts anderes zu ersetzten.
Das nächste große Ding – Damit ein Start-up erfolgreich ist, braucht es also Nutzer, die den bereitgestellten Dienst auch benötigen. Wahrscheinlich wird die Anzahl der Nutzer zu Anfang gering sein.
Amazon machte zu Beginn im Buchverkauf. Verglichen mit dem jetzigen Status ein Witz. Facebook war eine kleine Social-Community für eine Universität. Wir sollten nicht vergessen, dass die Firmen, die wir heute als großes Ding bezeichnen, zum Zeitpunkt ihrer Gründung auch nicht das große Ding darstellten.
Dinge, die wenig Menschen viel brauchen – Einer relativ kleinen Gruppe von Menschen eine gute Problemlösung zu geben, scheint ein erfolgversprechendes Prinzip zu sein.
Problemlösungen für eine kleine Gruppe von Menschen gibt es zuhauf und als Gründer ist man doch selbst oft ein Teil einer kleinen Gruppe von Menschen, die ein spezielles Thema bearbeiten. Dort liegt wahrscheinlich auch das Themengebiet, in dem man sein eigenes Start-up gründen sollte.
Geld verdienen – Die Frage, wie man mit einer Idee Geld verdienen kann, sollte am Anfang erst einmal völlig ausgeklammert werden. Eine Idee zu verwerfen, weil man keine direkte Möglichkeit der Monetarisierung erkennen kann, ist dumm. Mit diesem Vorgehen würde es heute kein Facebook, kein Google geben.
Konkurrenz – Gründer haben oft Angst vor Konkurrenz. Ich empfehle, mit Konkurrenz gelassen umzugehen. Das Vorhandensein von Konkurrenz erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man an etwas arbeitet, was lohnenswert ist.
Nicht an den Exit denken – Das exitgetriebene Aufbauen einer Firma führt oft dazu, etwas aufzubauen, was nach außen gut ausschaut, im Kern aber nur funktioniert, wenn man gekauft wird.
My two cents.
Guido Boyke
← Zurück zum Blog